„Fair is foul, and foul is fair“ – William Shakespeares Macbeth gehört zu den bekanntesten Dramen der englischen Literatur. Für die Englischkurse der Jahrgangsstufen 11 und 12 wurde der Klassiker nun nicht nur zum Unterrichtsgegenstand, sondern zum echten Theatererlebnis.
Rund 120 Schülerinnen und Schüler unseres Gymnasiums machten sich auf den Weg nach Meiningen, um im besonderen Ambiente des Schlosses Elisabethenburg eine Aufführung von Shakespeares Tragödie Macbeth zu erleben.
Das Drama erzählt vom schottischen Feldherrn Macbeth, dem prophezeit wird, eines Tages König zu werden. Angetrieben von Ehrgeiz und bestärkt durch Lady Macbeth setzt er eine verhängnisvolle Entwicklung in Gang. Macht, Schuld, Gewissen und die Frage, wie weit ein Mensch für seine Ziele zu gehen bereit ist, machen das über 400 Jahre alte Stück bis heute aktuell.
Eine besondere Herausforderung für unsere Schülerinnen und Schüler war dabei die englische Sprache Shakespeares. Das frühneuzeitliche Englisch mit seinem ungewohnten Wortschatz, seinen sprachlichen Bildern und besonderen Satzstrukturen verlangt selbst fortgeschrittenen Englischlernenden einiges ab. Umso spannender war es, den Text nicht nur zu lesen und zu analysieren, sondern ihn gesprochen, gespielt und inszeniert auf der Bühne zu erleben. Mimik, Gestik, Bühnenbild und Schauspiel halfen dabei, Handlung und Emotionen noch einmal auf ganz andere Weise zu erfassen.
Besonders überzeugte das starke Ensemble, das Shakespeares Figuren und die düstere Atmosphäre des Stückes eindrucksvoll zum Leben erweckte. Aus einem literarischen Klassiker wurde so für die Schülerinnen und Schüler eine unmittelbare Erfahrung, die deutlich über die Arbeit mit einem Text im Klassenzimmer hinausging.
Trotz – oder gerade wegen – der sprachlichen Herausforderung war der Theaterbesuch eine besondere Erfahrung für unsere Englischkurse. Shakespeare im Original zu erleben, ist schließlich noch einmal etwas ganz anderes, als ihm ausschließlich zwischen zwei Buchdeckeln zu begegnen.
Ein rundum gelungener Ausflug, der gezeigt hat: Englischunterricht kann auch Bühne sein – und Shakespeare darf man nicht nur lesen, man muss ihn manchmal einfach erleben.










