Ökologie direkt vor der Haustür – Praktikum auf dem Schulhof
Wie ökologisch ist eigentlich unser eigener Schulhof? Dieser Frage gingen die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 10 im Rahmen eines Ökologie
-Praktikums auf dem Schulgelände nach. Statt Ökologie nur aus dem Lehrbuch zu lernen, untersuchten sie ihren unmittelbaren Lebensraum ganz praktisch und mit wissenschaftlichen Methoden.
In Gruppen bearbeiteten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Stationen und erkundeten dabei ganz unterschiedliche Aspekte des Schulhofs: Sie untersuchten beispielsweise Temperatur, Beleuchtungsstärke und Bodenfeuchte, beschäftigten sich mit Bodenversiegelung und Bodenreaktion, bestimmten Pflanzen anhand ihrer Zeigerwerte oder untersuchten Flechten, Gehölze und Pflanzenschäden. Auch die Versickerung von Wasser, die Funktionen von Bäumen sowie die Frage, welche Pflanzen an welchen Standorten wachsen, standen auf dem Programm.
Dabei ging es nicht nur darum, Messwerte zu sammeln. Die Jugendlichen sollten ihre Beobachtungen auswerten, grafisch darstellen und ökologische Zusammenhänge erkennen. So lässt sich beispielsweise untersuchen, wie sich versiegelte und begrünte Flächen unterscheiden oder welchen Einfluss unterschiedliche Oberflächen und Standorte auf das Mikroklima haben.
Einen besonderen Schwerpunkt bildet dabei der Gedanke der Nachhaltigkeit: Der Schulhof ist nicht einfach nur Pausen- und Bewegungsfläche, sondern zugleich ein Lebensraum für Pflanzen und Tiere und ein Ort, an dem ökologische Prozesse unmittelbar beobachtbar sind. Fragen nach Bodenversiegelung, Wasserversickerung, Beschattung, Biodiversität und der Bedeutung von Bäumen und Grünflächen zeigen, wie eng die Gestaltung unserer unmittelbaren Umgebung mit Fragen des Umwelt- und Klimaschutzes verbunden ist.
Die Ergebnisse des Praktikums werden anschließend im Biologieunterricht präsentiert und gemeinsam ausgewertet. Auf diese Weise wird aus dem Schulhof ein echtes Freilandlabor – und aus theoretischem Wissen über Ökosysteme eine unmittelbar erfahrbare Untersuchung der eigenen Umgebung.
Ökologie beginnt eben nicht irgendwo weit draußen – sondern direkt vor unserer Klassenzimmertür.











